Dukas, Leib

Zur Person
NachnameDukas
VornameLeib
Weitere geführte NamenJuda/Jehuda Dockes/Tokis
Geborenum 1747 Hattstatt, Elsass
Gestorben18.04.1820 Emmendingen
ElternAbraham Reuven Dockes und Reile Bloch
Verheiratet mitReiz Weil (unb.-1798)
KinderBaruch Benedickt (~1768-1837), Moses (~1769-1798)
Wohnort(e) Hattstatt, Sulzburg, Emmendingen
Beruf
Silber-und Goldhändler
Funktion
Weitere Informationen

1669 wird zum ersten Mal ein Hofjude namens Dukas am Hofe des Herzogs von Lothringen in Hattstatt erwähnt. 1730 tauchen die ersten Dukas in der oberen Markgrafschaft Baden-Durlach auf. In Hochberg wird 1734 Isak Dukas als Schutzjude in Köndringen erwähnt, der 1738 seinen Wohnsitz nach Nieder-Emmendingen verlegte.

In Sulzburg erscheint der Name erst Ende des 18. Jahrhunderts, ebenso in Eichstetten/Kaiserstuhl, wo Nathan Dukas 1809 den Familiennamen Haas wählte, da er eine Witwe Haas heiratete. (Urgrossvater des Reichstagsabgeordneten Dr. Ludwig Haas)

Juda Leib Dockes wurde noch in Hattstatt geboren, heiratete um 1865 in Biesheim Reiz Weil und siedelte in den Revolutionsjahren (etwa 1792) nach Sulzburg über. Er wird in der Sulzburger Schutzgeldliste von 1797  als „Ausländer“ bezeichnet, 50 Jahre alt, betreibt „Wucher“ und hat seine Ehefrau, zwei Söhne und eine Tochter mit sich im Haushalt.

Löb Dukas und sein Sohn Baruch, geboren um 1768, vermachten 1799 der jüdischen Gemeinde in Sulzburg 600 Gulden zum Andenken an die in Hattstatt (?) verstorbene Mutter des Baruch. 1809 lebte Juda Leib Dockes mit zwei Söhnen in Sulzburg Sulzburg.

Juda Leib Dockes zog zu einem unbekannten Zeitpunkt zu seiner Tochter Fradel, geb. um 1775 in Hattstatt, nach Emmendingen. Diese hatte am 24. Februar 1796 Moses Weil geheiratet. 

 

 

 

Datenquelle
BG,N; BHD,N (nach RB); GLAK, 236,952
Quellenverzeichnis

Letzte Änderung: 20. Mai 2015