Dukas, Leopold

Zur Person
NachnameDukas
VornameLeopold
Weitere geführte NamenLeib, Leiwele, Jehuda
Geboren24.05.1820 in Sulzburg
Gestorben08.01.1897 in Freiburg (Grab 423)
ElternBaruch Benedickt Dukas und Sara Frank
Verheiratet mit1. Magdalena Kahn (1823-1869)
2. Lea Luise Dreyfuss (1832-1879)
KinderBaruch (1846-1902), Lea Lena (1848-1926), Samuel (1849-1925), Sarah (1851-1919), Isaak David (1853-unb.), Bezalel Salomon (1854-1924), Naphtali (1856-unb.), Rosalie (1858-~1948), Judas Julius (1859-unb.), Klara (1862-1919), Rachel (1865-unb.), Zwillingsknäblein (1867-1867), Jeanette (1872-1943), Jette
Wohnort(e) Sulzburg, Freiburg
Beruf
Viehhändler, Weinhändler
Funktion
Weitere Informationen


Leopold Dukas war in erster Ehe mit Magdalena/Matel Kahn, Tochter des Weinhändlers Leopold Kahn dem Jüngeren, verheiratet. Der Ehe entstammten 13 Kinder. Magdalena Dukas starb nach der Geburt von Zwillingen, die nur wenige Tage überlebten.
Die 1848 in Sulzburg geborene Tochter Lena, später verheiratete Kahn, berichtet in ihren „Kindererinnerungen“ nicht nur ausführlich über das Leben im damaligen Sulzburg, sondern gibt auch ein eindrückliches Bild ihrer Eltern und anderer Familienmitglieder:
„Mein Vater war früher Viehhändler, hatte zwei Meschorim [Gehilfen]; gewöhnlich wurden Samstag Nacht die Ochsen eingejocht, oft 20-50, und es wurde auf einen Markt gefahren, auch wenn es 20 Stunden weit ging [...] Der Vater ging in die Schweiz, um Vieh zu kaufen, verkaufte aber Wein, und kam mit vielen Bestellungen heim. So schnell hatte er umgelernt und war Weinhändler. [...]

Der Vaterle konnte zuweilen sehr streng sein. Aber wir bezeugten ihm immer die schuldige Ehrfurcht [...] Bei allen Gastlichkeiten waren Arme zu Tisch geladen, das will ich meinem Vater sel. nachsehen. [...]
Berthold Auerbach¹ war Vaters Vetter, die Mütter waren Schwestern. Der Vater hatte 2 Busenfreunde [...] Diese 3 lustigen Brüder müssen doch auch erwähnt werden. Samstag nach Minche [Nachmittagsgebet am Schabbat und Feiertagen] gings in Maierles jüdische Wirtschaft. Wie manches Ohm Wein wurde da verzapft! Im ganzen Städtle hörte man ihren Gesang... Vor 12 kam unser Vater nicht heim.“

Leopold Dukas lebte später in Freiburg, Belfortstraße 26 und hatte ein Geschäft in der Rheinstraße 9.  Er wurde jedoch in Sulzburg bestattet.
Der Grabstein für Leopold und seine Frau Magdalena ist für Sulzburger Verhältnisse außergewöhnlich pompös.

¹ 1812-1882, durch seine `Schwarzwälder Dorfgeschichten` einer der meist gelesenen Schriftsteller seiner Zeit

Datenquelle
StAF, I (L10); StAL, I; UBF,I; BLD,N
Quellenverzeichnis

Letzte Änderung: 18. August 2014